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Busbeschleunigung am Mühlenkamp - BILD Hamburg, 17.09.2014

Der folgende Artikel aus der BILD Hamburg zeigt: Der SPD-Senat schert sich nicht um den Einzelhandel am Mühlenkamp. SPD-Busbeschleunigung als Konjunkturbremse! Vom 6. Oktober bis 9. November 2014 werden in einer ersten Bauphase massive Umbauarbeiten zur Umsetzung des sogenannten Busbeschleunigungsprogramms am Mühlenkamp durchgeführt. Wie der Senat auf meine Anfrage mitgeteilt hat, wird der Mühlenkamp hierfür bis zum 24. Oktober zwischen Körnerstraße und Gertigstraße für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. Die Erfahrungen in anderen Stadtteilen zeigen, dass neben den Anwohnern insbesondere der Einzelhandel unter derartigen Baumaßnahmen zu leiden hat. Viele Gewerbetreibende rund um den Mühlenkamp rechnen daher mit massiven Umsatzeinbußen während der Bauzeit. Entschädigungen für die betroffenen Gewerbetreibenden sind vom Senat nicht vorgesehen. Das ist ungeheuerlich!

BILD 2014-09-17 Busbeschleunigungsirrsinn

Busbeschleunigung am Mühlenkamp - BILD Hamburg, 15.07.2014

BILD Larouette

Schalthoff Live (Hamburg 1) zur Vorlage des Berichts des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses "Elbphilharmonie", 6. Mai 2014

Link zur Sendung - hier klicken

Die Zukunft des Mühlenkamp-Quartiers in Winterhude

ZukunftMuehlenkampQuartier bearb

bild: Senat lässt Stadt verdrecken: Schilder-Schande immer schlimmer, 19.09.2012

von Olaf Schiel

City – Rostig, schmutzig, zugewuchert, überklebt – viele Verkehrsschilder sind in einem erbärmlichen Zustand. Leider nicht nur ein optisches Problem, sondern eine echte Gefahr für Autofahrer und Fußgänger.

http://www.bild.de/regional/hamburg/verkehrsschilder/schilder-schande-geht-weiter-26263022.bild.html

taz: Abendland kann untergehen, 28.01.2009

Der CDU-Parteitag stimmte mit großer Mehrheit für Marcus Weinbergs Primarschulpapier. Debattiert wurde trotzdem und die Primarschule als Kompromiss bemängelt. Von Beust sagte lieber nichts dazu

VON KAIJA KUTTER

Es geht doch. Hamburgs CDU zeigte auf ihrem kleinen Parteitag, dass sie streiten kann. Anders als im vorigen April, als die Aussprache über den schwarz-grünen Koalitionsvertrag mangels Wortmeldungen entfiel, trauten sich diesmal vier Kritiker ans Rednerpult im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Am Ende stimmte die Partei trotzdem fast geschlossen für das von Marcus Weinberg verfasste Primarschulpapier.

Das war zu erwarten. Hatte doch Bürgermeister Ole von Beust zuvor per Zeitungsinterview klargestellt, dass zwischen ihn und die grüne Schulsenatorin in Sachen Schule kein Blatt mehr passt. Ein Vorgehen, das ihm Kritik einbrachte. Er solle doch nicht nur in der Zeitung, sondern auch mal im zuständigen Landesfachausschuss über Bildung reden, mahnte ein Delegierter. Auf dem Parteitag sagte von Beust dann kein Wort zur Schule und diskutierte nur zuvor über die Finanzkrise und die Frage, ob es richtig sei, die Banken zu stützen und alte ordnungspolitische Vorstellungen über Bord zu werfen. Was von Beust bejahte. Und dann sagte er noch, dass er in seinem Innern eher Christ sei als Konservativer.

Damit lieferte er Marcus Weinberg ein Stichwort, der als Vorsitzender des Landesfachausschusses Bildung das dort erarbeitete Papier vorstellte. "Auch als Christen" müsse man überlegen, ob alte Grundsätze, wie die frühe Trennung der Kinder nach Klasse 4, im Jahr 2009 noch Gültigkeit hätten. Weinberg verglich den heutigen Widerstand gegen die Primarschule mit dem vor vier Jahren gegen das Kita-Gutscheinsystem. "Damals haben 10.000 Menschen auf der Straße demonstriert. Heute sagen alle, es ist ein Erfolg." Er rechnet mit noch mehr Widerstand: "Heute haben wir Windstärke 4. Wir rechnen mit 10."

Als Erster stieg Robert Heinemann in die Bütt und machte aus seiner Distanz zur Reform keinen Hehl. "Bei absoluter Mehrheit der CDU würde es die Primarschule nicht geben", sagte der frühere schulpolitische Sprecher. "Sie ist ein Kompromiss. Mehr nicht. Den sollten wir nicht mit inhaltlichen Begründungen überhöhen." Wichtig sei, die Wähler mitzunehmen, die "die Pisa-Studien besser kennen, als man glaubt". So ginge aus der jüngsten Studie hervor, dass Bayern im Punkt soziale Gerechtigkeit besser abschneide als Brandenburg mit seiner sechsjährigen Grundschule. Die Wähler fühlten sich nicht ernst genommen, wenn man auf solche Kritik nicht reagiere. "Aber die Schulbehörde hat es bis heute nicht geschafft, einen echten Dialog mit den Kritikern zu beginnen", sagte Heinemann.

Von unschönen Begegnungen mit Parteianhängern auf der Straße berichtete auch die CDU-Delegierte Karin Prien aus Blankenese, die zu den Unterzeichnern des Papiers zählt. "Das ist keine Liebeserklärung an die Primarschule, sondern der Versuch, Mindeststandards zu definieren", sagte die Anwältin und kündigte an, der Ausschuss werde "zu Grundsatzpositionen" ein zweites Papier erstellen. Sie habe Zweifel, ob die individuelle Förderung der Kinder gelinge und meinte, dass dafür doch äußere Differenzierung nötig sei. Und sollte es nicht gelingen, die Profile der Gymnasien zu erhalten, werden man "über Ausnahmeregelungen reden müssen".

Auch Horst Klemeyer aus Eimsbüttel zeigte sich skeptisch, weil als Vorbild für die Primarschule die Schweiz gelte. "Da gibt es Kantone, da machen nur 9 Prozent Abitur." Als letzter Kritiker warb Nikolaus Haufler von der Jungen Union vergeblich, man möge doch einfügen, dass man "eigentlich für den Erhalt der Gymnasien ab Klasse 5 ist".

Dann folgten die Fürsprecher. Neben Weinberg verteidigte der schulpolitische Sprecher Marino Freistedt die Reform und versprach, die Fraktion werde über die Einhaltung des Positionspapiers wachen.

Für Lacher sorgte Andreas Wankum. "Ich konnte kaum über die Straße gehen, ohne fünfmal angesprochen zu werden, dass der Untergang des Abendlandes bevorsteht, wenn wir die Schulreform nicht verhindern", plauderte der CDU-Mann aus Winterhude.

Am Anfang sei er für diese Argumente offen gewesen, inzwischen halte er sie für "diffuse Ängste" von Eltern, die kein Problem hätten, ihr Kind auf ein teures Internat zu schicken, wo Kinder von der 1. bis 13. Klasse gemeinsam lernen. Wankums Appell, der Reform eine Chance zu geben, wurde gefolgt. Nur einer der rund 150 Delegierten enthielt sich. Zwei stimmten mit Nein.

Aus dem Kultur-, Kreativwitschafts- und Tourismusausschuss

Als Mitglied des Kultur-, Kreativwitschafts- und Tourismusausschusses und ist es mir ein ganz persönliches Anliegen, die Kultureinrichtungen und Kulturinfozentren Hamburgs weiter auszubauen.

Untenstehend erhalten Sie Informationen über unsere Arbeit im Kultur- Kreativwitschafts- und Tourismusausschuss im Jahr 2007.

Zukunft der Hamburger Museumsstiftungen gesichert (Juli 2007)

Mit der Vorlage einer Museumsentwicklungsplanung ist es gelungen, die Museumsstiftungen zu entschulden, die Betriebskostenzuschüsse zu erhöhen und Investitionsmittel für digitale Inventarisierung der Sammlungen zu sichern. Bei der Verselbständigung der Museumsstiftungen im Jahr 1999 wurde versäumt, den Finanzierungsbedarf realistisch zu ermitteln. Zudem wurde bei Stiftungen (z.B. des Hubertus-Wald-Forums) die Erhöhung der Betriebskosten nicht einkalkuliert. Insgesamt hat sich von 1999 bis Ende 2007 ein Defizit von rd. 13,5 Millionen Euro aufgebaut, das jetzt beseitigt wird. Zugleich hat die Bürgerschaft beschlossen, die vier stadt- und kulturgeschichtlichen Museumsstiftungen (Museum für Hamburgische Geschichte, Helms-Museum, Altonaer Museum und Museum der ARbeit) mit Wirkung zum 1.1.2008 zu einer Stiftung „Hamburgische Museen für Stadt- und Kulturgeschichte" zusammenzuführen. Zu den Details der Struktur der neuen Stiftung sowie zu weiteren Themen wie u.a. der Verbesserung des Controllings, einer Machbarkeitsstudie für ein Zentraldepot mit Konservierungszentrum und einem Masterplan für die Neukonzeptionierung der Dauerausstellung im Museum für Völkerkunde wird der Senat im IV. Quartal 2007 der Bürgerschaft eine weitere Drucksache vorlegen.

2,25 Millionen Euro für Investitionen in Kultureinrichtungen (5-7/2007)

Das Sonderinvestitionsprogramm Hamburg 2010 enthält einen Sonderinvestitionsfonds, der mit jährlich 5 Millionen Euro für kleinere Investitionsmaßnahmen zur Verfügung steht. Auf Antrag der CDU-Fraktion erhalten folgende Kultureinrichtungen in den Jahren 2007 und 2008 hieraus Zuschüsse zu ihren Investitionsvorhaben:

  • Helms-Museum und Harburger Theater: je 500.000 Euro für 2007 und 2008 für den Anbau eines gemeinsamen Foyers
  • Hamburger Öffentliche Bücherhallen: 500.000 Euro für 2007 für die Einrichtung eines Kindermedienzentrums in der Zentralbibliothek am Hühnerposten
  • Staats- und Universitätsbibliothek: 250.000 Euro für 2008 für die Entsäuerung von Buch- und Aktenbeständen zur Hamburger Wissenschaftsgeschichte
  • Stadtteilkulturzentren Billstedt, Wilhelmsburg und Winterhude: 500.000 Euro für 2008 für verschiedene Umbau-, Ausbau- und Renovierungsvorhaben
  • monsun theater: 150.000 Euro für 2007 für die Anhebung und Neueindeckung des Daches

Evaluierung der HÖB-Strukturreform belegt Erfolge (Juni 2007)

Im Kulturausschuss berichtete die Leitung der Hamburger Öffentlichen Bücherhallen zum einen über den soliden wirtschaftlichen Erfolg der Strukturmaßnahmen, die auf Empfehlung der Expertenkommission unter Leitung der ehemaligen Hamburger Kultursenatorin Helga Schuchardt im Jahr 2005 begonnen wurden. Zum anderen konnte auch dargestellt werden, dass die vielen neuen Angebote (u.a. die Kinderbibliothek Kibi, die Jugendebbliothek Hoeb4U, das Projekt Medienboxen für Kitas, die flächendeckende Zusammenarbeit mit Grundschulen, das Projekt Medienboten für Menschen mit Mobilitätsbeschränkungen) in besonderer Weise zum inhaltlichen Erfolg der Konsolidierungs- und Reformprozesse beigetragen haben.

Seit 2004 konnte die HÖB einen positiven Jahresabschluss erreichen und damit das Defizit aus eigener Kraft absenken. Voraussichtlich im Jahr 2010 wird das Defizit vollständig abgebaut sein. Durch die Einführung eines Selbstverbuchungssystems kann dieser positive Trend noch verstärkt werden, da durch das Freiwerden von Personalressourcen im Bereich der Verwaltung diese in die inhaltliche und konzeptionelle Arbeit umgeschichtet werden können.

Die Strukturmaßnahmen mit Zusammenlegungen von Bibliotheksstandorten und der Umwandlung von Bücherhallen in Nachbarschaftsbibliotheken, die mit einer Profilschärfung hin zu besonders kinder- und familiengerechten Angeboten und auch mit einer Ausweitung der Öffnungszeiten einherging, hat an allen Standorten zu einer Erhöhung der Ausleihzahlen geführt.

Ein besonderer Schwerpunkt sind die Lesefördermaßnahmen und die Professionalisierung der Arbeit mit Ehrenamtlichen. Insbesondere an den Standorten, an denen sich nach Bibliotheksschließungen lokale Leseinitiativen gebildet haben, läuft die Zusammenarbeit nach anfänglichen atmosphärischen Störungen jetzt kooperativ und erfolgreich.

KulturPunkt: zentrales Kulturinfozentrum an der Mönckebergstraße ab 2009

Mit dem Auslaufen des Mietvertrags des jetzigen Mieters Burger King in der ehemaligen Bücherhalle am Mönckebergbrunnen im Sommer 2009 wird Hamburg ein zentrales Kulturinformationszentrum an prominenter Stelle erhalten. Möglich wird dies durch den Sponsor Starbucks Deutschland GmbH, der dort einen Coffee-Shop einrichtet, aber nicht die gesamte Fläche nutzt. Der „Letter of Intent" hierzu wurde im April 2007 unterzeichnet. Vorgesehen ist, in einer attraktiven Atmosphäre umfassende Informationen und Tickets rund um Hamburgs Kulturangebote anzubieten sowie Bürgern und Gästen der Stadt durch eine persönliche Beratung oder mittels Computer-Terminals den Zugang zu kulturellen Veranstaltungen wesentlich zu vereinfachen. Angestrebt werden auch ein Last-Minute-Ticketing – wie es in den großen Metropolen Europas bereits üblich ist – und die Möglichkeit kleinere Kulturveranstaltungen, z.B. Lesungen, durchzuführen.

Künstlerateliers in der Speicherstadt eröffnet (April 2007)

Auf Initiative der CDU-Fraktion haben inmitten der Speicherstadt erstmals Hamburger Künstler Quartier bezogen. Auf insgesamt rund 600 qm Arbeitsfläche stehen künftig neun Ateliers in der Größe zwischen 40-60 qm in den ehemaligen Lagerböden im Speicherblock V am Brooktorkai zur Verfügung. Die Räume wurden von der HHLA aufwändig unter Einbeziehung des Denkmalschutzamtes hergerichtet: Trennwände wurden eingezogen, Elektrizität, Heizungen und Wasseranschlüsse gelegt. Die Ateliers konnten den Künstlern zu günstigen Konditionen weit unterhalb vergleichbarer Raummieten angeboten werden, da es der Kulturbehörde gelungen ist, einen Mäzen zu gewinnen, der sechs Jahre lang die Hälfte der Mietkosten von acht Euro pro Quadratmeter übernimmt.

Kunst im Öffentlichen Raum und 10°KUNST – eine Idee nimmt Gestalt an

Auf Initiative der CDU-Fraktion hat der Senat Maßnahmen zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum" eingeleitet oder bereits abgeschlossen. So ist im Juni dieses Jahres das von der Kulturbehörde geförderte 200-seitige Hardcoverbuch „Kunst in der Stadt Hamburg – 40 Werke im öffentlichen Raum" im Nicolai Verlag erschienen. Es ist Stadtführer, Nachschlagewerk und Lesebuch in einem und enthält einen herausnehmbaren Stadtplan, auf der die Lage der einzelnen Objekte eingezeichnet ist.

Für Kunst-Interessierte Besucher der HafenCity wurden im Herbst 2006 im Rahmen des Projekts „10° Kunst: Wege in die HafenCity" eine Broschüre und ein AudioGuide entwickelt. Aufgrund des öffentlichen Erfolges ist für diesen Sommer geplant, einen AudioGuide sowie einen Podcast für einen Teil der 40 jetzt im Buch zusammengefassten Kunstwerke zu produzieren.

Eine umfassende Datenbank, die alle Kunstobjekte aus den Programmen „Kunst am Bau" (bis 1981) und „Kunst im öffentlichen Raum" (ab 1981) sowie von privater Seite errichtete Kunstobjekte enthält, wird derzeit von der Kulturbehörde sowie der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt entwickelt. Auf Grundlage dieser Datenbank, samt kartographischem Teil, wird es eine Website „Kunst im öffentlichen Raum" geben, die ebenfalls noch 2007 gestartet und ständig ergänzt werden soll.

Seit einem Jahr forcieren die Kulturbehörde sowie die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt die Erneuerung und Ergänzung der Beschilderung von Kunstwerken in allen Bezirken nach einem einheitlichen Design. Im Alster-, Wallanlagen- und Innenstadtbereich sind die fehlenden Hinweisschilder an Kunstwerken ersetzt. Die Überarbeitung der Hinweisschilder an Kunstwerken im Bezirk Harburg wird voraussichtlich Ende August 2007 im Zuge der geplanten Erneuerung des „Harburger Kunstpfades" durch eine lokale Initiative mit Unterstützung der Kulturbehörde abgeschlossen sein. Die Finanzierung der einheitlichen Hinweistafeln ist durch die Kulturbehörde und die Erstellung einer Datenbank durch die Kulturbehörde und die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gewährleistet.

Erfolgreiches Rahmenkonzept Kinder- und Jugendkulturarbeit (Februar 2007)

Mit der Vision, Hamburg als Modellregion für Kinder und Jugendkultur zu entwickeln, wurden Leitziele benannt, die auf der Ebene von Handlungsfeldern in konkreten operativen Maßnahmen und Strukturen aufgegriffen und umgesetzt worden sind. Die Leitziele des Rahmenkonzepts sind:

  1. Kräfte der verschiedenen Akteure bündeln und Synergien schaffen,
  2. neue Formen der Zusammenarbeit entwickeln und fördern,
  3. die öffentliche Aufmerksamkeit auf Kinder- und Jugendkultur lenken,
  4. den Zugang zu Kunst und Kultur für Kinder- und Jugendliche erleichtern,
  5. die Vielfalt der Angebote und Trägerstrukturen pflegen und
  6. die Qualität der Angebote sichern.

Diesen Zielen folgend sind bis zum Februar 2007 seitens der Kulturbehörde ca. 100 Projekte im Sinne von Fördermaßnahmen, neuen Serviceangeboten oder Netzwerkimpulsen und -strukturen auf den Weg gebracht worden.

Der besondere Erfolg dieses Konzepts liegt darin, dass sowohl die genannten Ziele schon sehr gut erreicht wurden, aber auch viele neue Sponsoren für einzelne Projekte der Kinder- und Jugendkultur gewonnen werden konnten und Hamburg deutschlandweit als Vorbild für eine effektive Förderung der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen gilt.

Privattheater-Evaluierung begonnen (Januar 2007)

Seit mehreren Jahrzehnten erhalten viele Hamburger Privattheater staatliche Zuschüsse. Die Unzufriedenheit mit dieser gewachsenen Struktur hat dazu geführt, dass eine Evaluierung der Theater durchgeführt wird, an deren Ende der Vorschlag neuer Förderkriterien stehen soll. Die Kulturbehörde kommt damit auch einem Wunsch des Kulturausschusses der Bürgerschaft nach. Ziel der Privattheater-Evaluation ist es, die Theater künftig nach nachvollziehbaren, qualitativen Kriterien zu unterstützen und die Förderpraxis damit transparenter zu gestalten. Die jeweiligen Theater sind eng in den Prozess eingebunden.

Kultur ist elementarer Bestandteil des Projektes „Lebenswerte Stadt Hamburg"

Bereits in den vergangenen Jahren hat Hamburg die Stabilisierung benachteiligter Stadtteile erheblich gefördert. Das Projekt „Lebenswerte Stadt Hamburg" soll diese Aktivitäten intensivieren und deren Wirksamkeit sowie Qualität auf eine neue Ebene heben. Im Mittelpunkt des Projekts „Lebenswerte Stadt Hamburg" stehen Familien bzw. Menschen, die im Familienzusammenhang leben. Familien sollen sich in ihrem Stadtteil wohl fühlen, vom Stadtteil profitieren wie auch ihren aktiven Beitrag zum sozialen und kulturellen Leben des Stadtteils leisten.

Bestandteil des Maßnahmenkatalogs der „Lebenswerten Stadt Hamburg" sind insbesondere folgende Kulturprojekte:

  • Das Projekt „Buchstart" (wird es in Wilhelmsburg sowie in den Quartieren Lohbrügge-Ost, Altona-Altstadt, Billstedt, Steilshoop, Barmbek-Süd geben): Ziel ist es, über das Bilderbuch Eltern und Kindern das Lesen näher zu bringen. Dies erhöht nicht nur die Sprachkompetenz, sondern stärkt die Eltern in ihrer Rolle als erster „Lehrer" ihrer Kinder. Unter der Trägerschaft der Kulturbehörde wird an Familien mit Kindern flächendeckend ein Gratisbuchpaket verteilt und zudem Spielkurse für Eltern und Kinder zur Leseförderung angeboten.
  • Il Canto" heißt ein generationsübergreifendes Singpatenprogramm für Kindergärten, das in Kitas der benannten Stadtteile eingeführt wird. Senioren beziehungsweise ehrenamtlich engagierte Bürger gehen als Singpartner in Kindergärten, um mit Kindern einmal wöchentlich gemeinsam zu singen. Speziell ausgebildete „Canto-Trainer" bilden die Senioren in Seminaren aus und begleiten die musikalischen Begegnungen. Erzieherinnen werden dazu befähigt, Singen in ihre tägliche Arbeit zu integrieren.
  • Kulturfonds Wilhelmsburg: Ziel des Kulturfonds ist die Mobilisierung ehrenamtlichen Potentials zur Belebung der Stadtteilkultur. Die Bewohner sollen aus der Identifikation mit ihrem Stadtteil selbst aktiv werden, so dass sich anregende Impulse für eine lebendige Stadtteilkultur und einen interkulturellen Dialog entwickeln können. Die Ausschreibung der Fördermittel setzt einen angemessenen Anteil von Eigenleistungen voraus.
  • Telling Hamburg" ist ein Projekt, das die Identifikation der Bewohner mit dem Stadtquartier Barmbek-Süd stärken soll. Die zentrale Bühne dafür wird die Theaterfabrik Kampnagel sein. „Telling Hamburg" sammelt Familien-Geschichten, stellt Lebenssituationen mehrerer Generationen bis heute vor, bündelt und verknüpft. Gemeinsam mit Erwachsenen und Künstlern werden Kinder ihre Stadt kartographieren und präsentieren.
  • In einem zu entwickelnden „Community-Center" an der Kreuzkirche/Barmbek Süd sollen alle Unterstützungsleistungen für den Alltag „aus einer Hand" angeboten werden. Im Quartier Dehnhaide arbeiten bereits fünf soziokulturelle Einrichtungen (Kirchenkreis Alt-Barmbek, Kinder- und Familienzentrum KiFaZ, Bücherhalle, Kulturhaus Dehnhaide und die Altentagesstätte des Bezirksamtes). Die notwendige Konzeptarbeit zur Realisierung des Vorhabens soll nun unterstützt werden. Ein entsprechendes Projekt soll auch für Altona-Altstadt entwickelt werden.
  • Grünzug im Rhythmus und Land in Sicht: Die mobile Kulturoffensive des Vereins „Kulturhaus West e.V." in Altona-Altstadt soll unterstützt werden, damit sich die Kinder und Jugendlichen mehr mit ihrem Stadtteil identifizieren und ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird. Dafür gibt es zum einen ein Tanzprojekt (Grünzug im Rhythmus), bei dem Schülerinnen und Schüler der Schule Chemnitzstraße und der Schule Haubachstraße in Tanz unterrichtet werden und ihr Können anschließend an öffentlichen Orten im Stadtteil präsentieren. Im Projekt „Land in Sicht" soll mit Kindern aus Migrantenfamilien ein multilinguales Buch entstehen, in dem die Geburtsorte der Kinder und deren Eltern eine Rolle spielen.
  • HipHop Akademie: In Billstedt gibt es bereits eine aktive HipHop-Szene, deren einzelne Akteure jedoch unabhängig voneinander Musik machen. Die HipHop Akademie, die unter Beteiligung der Kulturbehörde, des Kulturpalastes und Einrichtungen der Jugendhilfe sowie Schulen, Ausbildungsträgern und professionellen Agenturen entstehen kann, soll die einzelnen Gruppen vernetzen: Die HipHop-Bewegung in Billstedt wird ernst genommen. Das soll zu einer größeren Identifikation der Jugendlichen mit ihrem Viertel führen. (21.11.2006)

Die Elbphilharmonie kommt!

Am 2. April 2007 wurde der Grundstein für die Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A gelegt. Zuvor hatte die Bürgerschaft am 28. Februar mit einem einstimmigen Beschluss die Mittel für den Bau freigegeben und den Investorenverträgen zugestimmt. Mit den Stimmen von CDU und GAL hat die Bürgerschaft auf ihrer Sitzung am 26. Oktober 2005 die finanziellen Mittel für die Erschließungskosten zum Bau der Elbphilharmonie auf dem Kaispeicher A in der HafenCity beschlossen. Die SPD-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung.

Mit dem Konzerthaus wird eine spektakuläre Vision Realität, die zugleich ein neues Wahrzeichen für Hamburg darstellt. Experten versprechen sich von dem von den Architekten Herzog & de Meuron entworfenen Bau einen Konzertsaal von Weltrang, in dem das erste Konzert bereits für Sommer 2009 geplant ist. Am 29. November 2006 hat der Erste Bürgermeister Ole von Beust bekannt gegeben, dass mit dem Konsortium IQ², bestehend aus dem Baukonzern Hochtief und der CommerzLeasing, ein erfahrener Bau-Investor für das Projekt gefunden werden konnte. Demnach betragen die Baukosten insgesamt 241,3 Mio. Euro, von denen die Stadt 114,3 Mio. Euro übernimmt. Verglichen mit anderen modernen Konzerthäusern liegen diese Kosten eher im unteren Bereich. Der weitere Teil der Kosten wird durch den Investor, durch Spenden und durch Erträge aus dem Projekt eingebracht. Die Stiftung Elbphilharmonie, die am 31. Oktober 2005 ihre Arbeit aufgenommen hat, hat innerhalb nur eines Jahres rund 64 Mio. Euro für das neue Konzerthaus gesammelt. Die Stiftung versteht sich als Bürgerinitiative für die Unterstützung des Projektes Elbphilharmonie. Die Erträge des Stiftungsvermögens werden dazu dienen, dauerhaft den laufenden Betrieb der Elbphilharmonie zu unterstützen. Die Freie und Hansestadt Hamburg wird die Summen, die sie durch Spenden an Baukosten einspart, als Vermögenseinlage in die Stiftung Elbphilharmonie einbringen. Damit wird ein bisher in Deutschland einzigartiger und innovativer Anreizmachanismus geschaffen, da Spenden für den Bau gleichzeitig einen hochwertigen Spielbetrieb sicherzustellen helfen.

Eine erste Präsentation der Elbphilharmonie auf europäischer Ebene fand großen Anklang. Mehr als vierhundert hochrangige Gäste wohnten der Präsentation mit Kultursenatorin Prof. Dr. Karin v. Welck im Februar 2006 im Hanse-Office in Brüssel bei.

Christoph Lieben-Seutter wird Generalintendant der Elbphilharmonie (Mai 2006)

Der künftige Generalintendant von Elbphilharmonie und Laeiszhalle heißt Christoph Lieben-Seutter. Der amtierende Generalsekretär des Wiener Konzerthauses stellte sich am 7. Juni 2006 gemeinsam mit Bürgermeister Ole von Beust und Kultursenatorin Prof. Dr. Karin v. Welck der Presse vor.

Der gebürtige Wiener betonte, dass es sein Ziel sei, die Elbphilharmonie unter den zehn besten Konzerthäusern der Welt zu etablieren. Gleichzeitig wolle er verschiedene musikalische Genres wie Klassik, Neue Musik, Jazz und Weltmusik miteinander vernetzen und dadurch ein Konzerthaus für alle schaffen.

Das Internationale Maritime Museum entsteht bis 2008 in der Speicherstadt

Im Juni 2005 wurde der Grundstein für das Internationale Maritime Museum Hamburg gelegt. Das Museum, das im historischen Kaispeicher B in der HafenCity entsteht, wird die Sammlung Peter Tamms beherbergen, eine der weltweit herausragenden privaten Sammlungen maritimer Exponate. Herr Tamm hat dieses großartige kulturhistorische Vermögen seiner Heimatstadt Hamburg zur Verfügung gestellt. Mit der Ausstellung werden 3000 Jahre Mensch, Meer und Schiff der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zugleich ein weiterer kultureller Höhepunkt in der HafenCity gesetzt, der Anziehungskraft weit über Hamburg hinaus entfalten wird. Am 12. Mai 2006 wurde Richtfest gefeiert. Die Instandhaltung der Fassade des Kaispeichers B wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit 200.000 Euro unterstützt. Ab 2008 wird auf 12.000 qm Ausstellungsfläche, verteilt auf 10 Stockwerke, die Sammlung in einem hervorragenden äußeren Rahmen den Besuchern präsentiert werden.

BallinStadt am 4. Juli 2007 eröffnet – BallinPark und Anleger machen das Auswanderermuseum noch attraktiver

Das Leitprojekt „Sprung über die Elbe" nimmt mit der Eröffnung des Auswanderermuseums BallinStadt Gestalt an. Das Museum am Müggenburger Zollhafen trägt den Beinamen „Port of Dreams", da der Standort Ausgangspunkt für fünf Millionen Auswanderer war, die zwischen 1850 und 1934 Europa verließen. Mit dem Auswanderermuseum Ballinstadt hat Hamburg eine Institution bekommen, wo man am authentischen Ort der Einschiffung das Leben der Auswanderer recherchieren und ihre Schicksale in Erinnerung rufen kann. Die Einmaligkeit der Ballinstadt besteht darin, dass die vielen tausend aufbereiteten Schiffslisten eine Ahnenforschung ermöglichen. Auch dies gilt als Garant für die Attraktivität der Ballinstadt. Die BallinStadt soll auch ein Ort der Begegnung und Kultur für die Menschen auf der Veddel werden. Am 7. Dezember 2005 fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Am 4. Juli 2007, dem us-amerikanischen Nationalfeiertag, wurde das Projekt eröffnet. Bereits als die BallinStadt sich noch im Bau befand, wurde sie unter mehr als 100 Bewerbungen um den History Award 2006 in München mit dem 2. Platz ausgezeichnet.

Durch den Bürgerschaftsbeschluss aus dem Jahr 2004 waren bereits insgesamt 9 Millionen Euro für die Realisierung des Projekts BallinStadt vorgesehen, an denen sich die Stiftung Hamburg Maritim mit Sponsoringmitteln in Höhe von 3 Millionen Euro beteiligt. Durch die im Juni 2006 von der Bürgerschaft beschlossene erweiterte Konzeption des Auswanderermuseums werden BallinStadt und Veddel weiter aufgewertet. So entsteht zwischen dem Wilhelmsburger Platz und den Auswandererhallen mit dem BallinPark ein öffentlicher Park auf der Veddel. Die gesamte Anlage wird durch einen Schiffsanleger auf dem Wasserweg für Besucher erreichbar sein. Die Kosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro werden aus dem „Sonderinvestitionsprogramm Hamburg 2010" (SIP) bereitgestellt.

Zukunft des klingenden Museums bis 2009 gesichert

Die Hubertus Wald Stiftung unterstützt das Klingende Museum mit jährlich 40.000 Euro für die kommenden drei Jahre. Weitere Förderung erhält das Klingende Museum von der Behörde für Bildung und Sport sowie von der Kulturbehörde.

Durch diese Gemeinschaftsaktion zwischen einer gemeinnützigen Stiftung privaten Rechts einerseits und dem Hamburger Senat andererseits kann das Klingende Museum seine wichtige musikpädagogische Arbeit in ihren bisherigen Räumen im Gebäude der Laeiszhalle fortsetzen. Rund 7500 Kinder, davon knapp 6000 Schulkinder, besuchen jährlich die musikpädagogischen Veranstaltungen. Es ist außerdem bereits gesichert, dass nach Fertigstellung der Elbphilharmonie das Klingende Museum dorthin umzieht.

Eine Million Euro für die kulturelle Bildung - Hamburg baut sein Profil als Modellregion für Kinder- und Jugendkultur aus

Mit privater Unterstützung baut Hamburg sein Profil als Modellregion für Kinder- und Jugendkultur weiter aus. Die STIFTUNG MARITIM - Hermann & Milena Ebel fördert Kinder- und Jugendkulturprojekte längerfristig mit insgesamt einer Million Euro. Die bisherige Bereitschaft in Hamburg, Kinder- und Jugendkultur von privater Seite aus zu fördern ist - gemessen an der Förderhöhe sowie an der Projektanzahl – bundesweit beispiellos. Um die Fördersumme möglichst nachhaltig einzusetzen, erstreckt sich der Förderzeitraum bis zum Dezember 2009. Besonders gestärkt werden das Kinderbuchhaus im Altonaer Museum, das Kindertheater HoheLuftschiff und das Kölibri-Lesecafé in St. Pauli sowie das Leseförderprojekt „Buchstart". Parallel dazu wird es in den Jahren 2007 – 2009 zwei neue, offene Fonds geben, mit denen einerseits kulturelle Projektarbeit in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf gefördert wird und andererseits Jugendliche in einer Jury über die Vergabe von Mitteln für Jugendkulturprojekte in den Hamburger Bezirken mitentscheiden.

Kulturwirtschaftsbericht belegt die Bedeutung der Kultur als Wirtschaftsfaktor in der Kulturmetropole Hamburg

Der von Kultursenatorin v. Welck am 26.09.2006 vorgelegte 1. Hamburger Kulturwirtschaftsbericht verdeutlicht eindrucksvoll die Bedeutung der Kultur für den Wirtschaftsstandort Hamburg. Der Bericht belegt aber vor allem auch die in der Kulturmetropole Hamburg deutlich spürbare Aufbruchstimmung. Die vorgelegten Daten liefern eine konkrete Bewertungsgrundlage dafür, dass in den letzen Jahren eine Trendwende erreicht wurde, die die Kultur wieder in das öffentliche Bewusstsein der Hamburgerinnen und Hamburger gerückt hat.

In der Hamburger Kulturwirtschaft (ohne Medienwirtschaft) arbeiten rund 20.700 sozialversicherungsabhängige Beschäftigte, die insgesamt einen Jahresumsatz von 4,37 Mrd. Euro erwirtschaften. Dies entspricht 1,7 Prozent des Hamburger Bruttoinlandproduktes und einem Anteil an den Gesamtbeschäftigen von 2,6 Prozent. Jedes 10. Unternehmen in Hamburg (8552) ist auf dem Kultursektor tätig. Mit täglich rund 50.000 Besuchern, mehr als die Hälfte davon allein in den von der Kulturbehörde geförderten Kultureinrichtungen, zählt Hamburg zu den führenden Kulturmetropolen Europas. Rund 20 % der jährlich 98,3 Mio. Tagesgäste reisen wegen der Kulturangebote nach Hamburg. Sie geben durchschnittlich 43,50 Euro aus und sorgen damit für ein Nachfragevolumen von ca. 870 Mio. Euro.

Insgesamt prägen 40 Theater, 60 Museen und 100 Musikclubs die kulturelle Vielfalt der Stadt. Die zahlreichen Auszeichnungen und Einladungen zu nationalen sowie internationalen Theatertreffen und Festspielen unterstreichen die hohe Qualität der Hamburger Bühnen. Ebenso spielt die Musik traditionell eine besonders wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt. Von Brahms über die Beatles bis zu den großen Orchestern ist die Musik für Hamburger und seine Gäste ein wichtiger Anziehungspunkt. Das bundesweit einzigartige bürgerschaftliche Engagement der Hamburger belegt zudem, wie tief verankert die einzelnen Kultureinrichtungen in der Stadt sind. Als jüngster Beleg hierfür gilt die hohe Bereitschaft der Hamburger sich für kulturelle Projekte wie derzeit die Elbphilharmonie zu engagieren. Seinen Ausbau zur Modellregion für Kinder- und Jugendkultur setzt Hamburg konsequent fort. So laufen derzeit weit über 100 Projekte im Bereich der Kinder- und Jugendkultur in der Kulturbehörde zusammen. Hamburg ist auch ein Zentrum für kulturwirtschaftliche Ausbildung. An den rund 50 öffentlichen und privaten Hochschulen bzw. Akademien werden etwa 60 kultur- und medienorientierte Studiengänge aller Sparten von der darstellenden Kunst über Film bis zum Design angeboten. In den Bereichen Architektur und Design gilt Hamburg sowohl quantitativ auf die Anzahl der Agenturen und Einrichtungen als auch auf die hohe Reputation der Akteure bezogen, als „Hochburg Deutschlands". Zudem hat sich Hamburg in den vergangenen zehn Jahren bundesweit einen Namen in der Umwidmung von denkmalgeschützter oder denkmalwürdiger Baukultur gemacht.

Planetarium im Stadtpark profitiert von der Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftstheater im künftigen Science Center

Das neue Wissenschaftstheater im künftigen Science Center im Überseequartier und das Planetarium im Stadtpark werden gemeinsam als betriebliche Einheit geführt. Dies ist das Ergebnis einer von der Kulturbehörde auf Ersuchen der Bürgerschaft eingerichteten Arbeitsgruppe. Das Planetarium im Stadtpark bleibt damit erhalten. Es wird mit der dort bewährten Technologie, also dem Sternenprojektor und der digitalen Ganzkuppelprojektion am jetzigen Standort weiter betrieben. Die Einrichtung ist dann noch stärker fokussiert auf Veranstaltungen der klassischen Sternen- und Himmelskunde, auf astronomische Schulveranstaltungen, Sondervorträge, vertiefende Seminare und Kurse. Darüber hinaus ist angedacht, gemeinsam mit dem Bezirk Nord, vor allem durch eine bessere Erreichbarkeit des Planetariums, eine ausreichende Weg-Beleuchtung, eine verbesserte Beschilderung, Parkmöglichkeiten, sowie durch Möglichkeiten einer Außengastronomie in den Sommermonaten das Planetarium im Stadtpark besucherfreundlich zu gestalten.

Das im Kuppelsaal des künftigen Science Centers entstehende Wissenschaftstheater versteht sich als ein innovatives Fenster, in dem alle Wissenschaften dargestellt und zeitgemäße Präsentationsformen weiterentwickelt werden. Es wird dadurch ein eigenes thematisches Profil erhalten und sich auch durch seine stark geneigte Projektionskuppel deutlich vom Planetarium unterscheiden. Die Zusammenführung des Science Centers mit dem Wissenschaftstheater im Überseequartier und dem Planetarium im Stadtpark in ein Betriebsmodell gewährleistet an beiden Standorten Synergieeffekte, die die besondere Wirtschaftlichkeit und den inhaltlichen Mehrwert dieses Modells kennzeichnen.

Kinder ins Museum: 3500 Kinder beim 2. Hamburger Museumstag für Kinder und Jugendliche

Am Sonnabend, dem 7. Oktober 2006 fand der 2. Hamburger Museumskindertag in 10 Hamburger Museen statt. Wie vor einem Jahr hatten die Museen sich Außergewöhnliches und Originelles einfallen lassen. Über 80 verschiedene Angebote standen zwischen 11 und 18 Uhr Kindern zur Auswahl. Die Programme wurden von 3.500 Kindern und ihren Familien - 500 mehr als im Vorjahr - begeistert wahrgenommen. Damit ist diese Aktion, genauso wie der 1. Hamburger Museumskindertag vor einem Jahr, ein voller Erfolg für die Veranstalter und Organisatoren geworden.

Dank einer großzügigen Spende der HCI Capital haben Kinder und Jugendliche freien Eintritt in Hamburgs Museen. Im Rahmen dieser Aktion wurde auch der 2. Hamburger Museumskindertag ermöglicht.

Änderung des Denkmalschutzgesetzes

Die Bürgerschaft hat am 29.03.2006 den Senatsentwurf zur Änderung des Denkmalschutzgesetzes mit einem Änderungsantrag der CDU-Bürgerschaftsfraktion beschlossen. Eigentümer denkmalwürdiger, aber noch nicht formal unter Denkmalschutz gestellter Gebäude, müssen bauliche Veränderungen künftig spätestens vier Wochen vor Beginn der Maßnahme schriftlich anzeigen. Das Verzeichnis dieser sog. erkannten Denkmäler kann im Staatsarchiv sowie in den Bezirksämtern eingesehen werden; die Eigentümer werden zudem schriftlich benachrichtigt.

Durch die Änderung des Denkmalschutzgesetzes wird die Voraussetzung geschaffen, dass zukünftig alle geplanten Veränderungen an Denkmälern frühzeitig auf ihre Denkmalverträglichkeit geprüft werden können. Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, ein Unterschutzstellungsverfahren einzuleiten und einen vorläufigen Schutz anzuordnen. Gleichzeitig wird durch die Gesetzesänderung ein weiterer Baustein der Verwaltungsreform zur Stärkung der Bezirke umgesetzt. Das geänderte Denkmalschutzgesetz ermöglicht den Bezirksämtern, in dem neu erstellten Verzeichnis aufgeführte bezirkstypische und den örtlichen Bereich prägende denkmalwürdige Ensembles durch Rechtsverordnung unter Schutz zu stellen.

Familienfreundlichere Preisgestaltung: FamilienCard für Hamburger Staatstheater

Der Hamburger Senat kommt einem von der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Stefanie Strasburger initiierten bürgerschaftlichen Ersuchen nach und führt mit Beginn der Spielzeit 2006/07 eine FamilienCard für Hamburger Staatstheater ein. Bereits ab Mai dieses Jahres kann die FamilienCard beim Kartenservice von Schauspielhaus, Oper und Thalia Theater bestellt werden. Die FamilienCard gibt es gegen eine Gebühr von 15 Euro. Sie gilt für eine Spielzeit in allen Vorstellungen der großen Bühnen; ausgenommen sind Premieren, Gala-Vorstellungen, Sonderveranstaltungen und Vorstellungen fremder Veranstalter. Kinder und Jugendliche zahlen dann beispielsweise in Begleitung von bis zu zwei Erwachsenen einen Festpreis für die Eintrittskarte von 6 Euro in Schauspielhaus und Thalia Theater. Bereits nach einem halben Jahr zeigte sich, wie erfolgreich die FamilienCard aufgenommen wurde. So hat die Staatsoper Hamburg innerhalb dieser Zeit insgesamt mehr als 500 FamilienCards verkaufen können.

© Andreas Wankum MdHB 2017