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CDU Nord beantragt: Keine Umbenennung der Schule Carl-Cohn-Straße

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Carl Cohn war einer der wenigen jüdischen Politiker, der in Hamburg in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einer herausragenden Position für die Belange der Stadt tätig war. Ihm zu Ehren wurde die in Alsterdorf liegende Straße und die dort ansässige Schule nach ihm benannt.

Nun soll nach dem Willen der Schulkonferenz die Schule in „Schule am Stadtpark" umbenannt werden. In einem gemeinsamen Antrag in der letzten Bezirksversammlungssitzung am 13.01. in Hamburg-Nord fordern CDU und GAL, diese Umbenennung der Schule nicht zu vollziehen.

Dazu Christoph J. Ploß, Bezirksabgeordneter und Regionalsprecher für Winterhude:

„Carl Cohn war von 1913 bis 1929 Bürgerschaftsabgeordneter und von 1921 bis 1929 sogar Finanzsenator. Seinerzeit hat er sich unter äußerst schwierigen Bedingungen vor und nach der Währungsreform große Verdienste für unsere Stadt erworben. Die von ihm gegründeten Im- und Exportunternehmen wurden 1938 von den Nationalsozialisten „arisiert". Die Begründung, dass der geschichtliche Hintergrund und die Rolle von Carl Cohn Schülern und Anwohnern nicht zu vermitteln sei, ist nicht nachzuvollziehen. Insofern wäre diese Umbenennung ein absolut falsches Signal."

© Andreas Wankum MdHB 2019